R&S Websites: auswählen...

Rohde & Schwarz expandiert am Standort Teisnach

16.10.2017 - Spatenstich für neue Werkshalle mit 9000 Quadratmetern. Über zehn Millionen Euro werden investiert. Fertigstellung für Januar 2019 geplant.

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Rohde & Schwarz-Werks Teisnach ist gesetzt: Mit dem offiziellen Spatenstich haben die Bauarbeiten für die Restrukturierung der Fertigungshalle 1 begonnen. In den nächsten Monaten werden rund 9000 Quadratmeter hochmoderne Fertigungsfläche entstehen. Der Elektronikkonzern investiert dafür über zehn Millionen Euro.

„Wir glauben an den Standort Teisnach und daran, dass wir auch weiterhin in Deutschland erfolgreich produzieren können“, sagte Christian Leicher, Vorsitzender der Geschäftsführung aus dem Stammhaus München. Allein in den letzten 20 Jahren habe Rohde & Schwarz über 170 Millionen Euro in Teisnach investiert und so sichere und hochqualifizierte Arbeitsplätze, inzwischen rund 1600, geschaffen.

Bei der Betriebsansiedlung 1969 mit 39 Mitarbeitern war nicht absehbar, dass im Bayerischen Wald knapp 50 Jahre später ein High-Tech-Unternehmen mit exzellentem, internationalem Ruf und ein weltweiter Technologieführer seine Heimat finden würde: „Auf diesen Erfolgen dürfen wir uns aber nicht ausruhen, im Gegenteil: Um weiter erfolgreich sein zu können, müssen wir den Markt wachsam beobachten und die Anforderungen unserer Kunden genau kennen“, betonte Leicher. Dafür notwendig seien innovative Produkte und eine Fertigungsfläche, wie sie derzeit in Teisnach entstehe.

Rohde & Schwarz lasse im Bayerischen Wald beispielsweise hochkomplexe Leiterplatten – das Herzstück eines jeden Messgeräts – die Rundfunk- und Fernsehsender, Funkkommunikationssysteme und den Körperscanner für die Sicherheit an nationalen und internationalen Flughäfen produzieren. Der bisher leistungsstärkste Sender in der Teisnacher Produktionsgeschichte versorgt vom One World Trade Center in New York aus die dortige Bevölkerung mit terrestrischem Fernsehen. Auch die elektromechanische Vorfertigung habe sich hinsichtlich Präzision und Effizienz enorm weiterentwickelt. Zum Gesamtportfolio zählen inzwischen auch Softwareentwicklung und Serviceleistungen.

Christian Leicher: „Unsere Kunden lieben das Werk Teisnach und vor allem die dort beschäftigten Menschen, die den Erfolg ausmachen und auf die sich unsere Geschäftspartner aus der ganzen Welt verlassen können.“ Know-how, Leidenschaft, Zuverlässigkeit, Loyalität und unternehmerisches Denken seien Kernbestandteile des Erfolgs. „Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren unermüdlichen Einsatz.“

Ebenso bemerkenswert sei die jahrzehntelange, konstruktive Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Teisnach, dem Landkreis Regen, Regierungsbezirk Niederbayern und Freistaat Bayern: „Gemeinsam können wir den Rohde & Schwarz-Standort Teisnach im weltweiten Wettbewerb auch in Zukunft konkurrenzfähig halten“, ist Christian Leicher überzeugt. Er schloss mit den Worten von Ministerpräsident Horst Seehofer bei seinem letzten Teisnach-Besuch 2013: „Rohde & Schwarz ist eine Weltfirma, die in der Welt zu Hause ist, aber hier in Bayern dahoam.“

Grußworte der Ehrengäste

Staatsminister Helmut Brunner freute sich über das erneute Bekenntnis von Rohde & Schwarz zum Standort Teisnach: „Wir alle dürfen stolz sein, so eine Firma in unserer Region zu haben.“ Der Münchner Elektronikkonzern sei wirtschaftlicher Wegweiser, Schrittmacher und als hiesiger Arbeitgeber unverzichtbar. „Beispielhaft“, so Brunner weiter, „ist die Standorttreue des Weltkonzerns mit über 10 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro.“

Der Abgeordnete würdigte in seinem Grußwort „die großartige Kompetenz, den Ehrgeiz und den Mut von Rohde & Schwarz immer wieder neue Herausforderungen anzupacken.“ Fleißige Mitarbeiter mit hoher Identifikation zum Unternehmen, ein überaus engagierter Werkleiter Johann Kraus und die Weitsicht der Firmenleitung nannte Helmut Brunner als Erfolgsfaktoren.

Bemerkenswert war für ihn das große Engagement von Rohde & Schwarz bei der Ansiedlung des Technologiecampus in Teisnach: „Firma und Kommune haben dieses Geschenk als Chance, als Zukunftsinvestition für die regionale Weiterentwicklung gesehen.“ Mit dem Spatenstich für die Restrukturierung der Fertigungshalle 1 setze Rohde & Schwarz „ein sichtbares Zeichen des Fortschritts“.

MdB Alois Rainer wünschte Rohde & Schwarz „weiterhin gute Geschäfte und den Mitarbeitern viel Freude bei ihrer Arbeit.“ Aus seiner Sicht dürfe der gesamte Bayerische Wald froh sein, dass eine so innovative Firma hier ansässig sei. „Den Neubau sehe ich als deutliches Zeichen für das große Vertrauen in die Belegschaft und als Bekenntnis zum Werk Teisnach.“

„Die Erfolgsgeschichte Rohde & Schwarz wird heute fortgeschrieben“, betonte der stellvertretende Landrat Erich Muhr. Aus seiner Sicht seien dafür zwei Faktoren hauptverantwortlich: „Die fleißigen Mitarbeiter und die große Kontinuität in der Führungsriege mit nur drei Chefs in fast 50 Jahren Werksgeschichte.“

In Vertretung von Bürgermeisterin Rita Röhrl, die ab 1. Dezember neue Landrätin in Regen sein wird, brachte der 2. Teisnacher Bürgermeister Gerhard Ebnet seine Freude über die erneute Bautätigkeit zum Ausdruck: „Wir sind stolz, Rohde & Schwarz in Teisnach zu haben.“ Der Baumaßnahme wünschte er ein gutes Gelingen.

Begrüßt wurden die Ehrengäste von Werkleiter Johann Kraus, der mit dem offiziellen Spatenstich zur Betriebserweiterung der Werksgeschichte ein neues Kapitel hinzugefügt hat. Seine Botschaft: „Nur gemeinsam können wir die kommenden Herausforderungen meistern, den Menschen in der Region eine Perspektive bieten und Rohde & Schwarz in eine erfolgreiche Zukunft führen.“

Fakten zum Neubau

Die Baumeisterarbeiten für das 70 mal 31 Meter große, vierstöckige Gebäude an der Kaikenrieder Straße durch die Karl Bachl Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG (Röhrnbach), beim Spatenstich vertreten durch Prokurist Josef Peindl, sind bereits angelaufen. In etwa sechs Monaten soll der Rohbau fertig sein. Mitte nächsten Jahres, so die Planung des Ingenieurbüros Siegbert Schanderl GbR (Teisnach), ist die Halle wetterfest und die Fassade fertig. Danach wird das Außengelände angelegt. Ab September 2018 soll der Innenausbau beginnen, sodass im Januar 2019, im Jahr des 50. Werksgeburtstages, die ersten Mitarbeiter das Gebäude beziehen können.

In der restrukturierten Fertigungshalle 1, die 1970 gebaut und inzwischen teilweise abgerissen worden ist, entsteht im Untergeschoss Platz für die ebenerdige Erweiterung der Leiterplattenfertigung. Fertigungsflächen für die Produktion von Elektroniksystemen werden im Erdgeschoss geschaffen. In den beiden Obergeschossen, so die derzeitige Planung, ziehen verschiedene Bürobereiche ein. Rohde & Schwarz erhöht durch den Neubau am Standort Teisnach seine Fertigungsfläche auf insgesamt 74000 Quadratmeter.

Das Video vom Spatenstich Video abspielen
Vielen Dank.

Ihre Mitteilung wurde erfolgreich gesendet!

Wir werden Sie schnellst möglich kontaktieren.

Ihr Rohde & Schwarz Service Team

Feedback
Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!
Kontakt Information
Sicherheitseingabe
show captcha

Die Eingabe war nicht korrekt
*Pflichtfeld
Internationale Website