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Kleinstteile mit Mini-Toleranzen

Präzision im Tausendstel-Millimeter-Bereich: Für die Rohde & Schwarz-Mitarbeiter in der Präzisionsfertigung gehört das zum Alltagsgeschäft.

07.12.2012 - Rohde & Schwarz investiert fünf Millionen Euro in die Präzisionsfertigung – neues Mikrospritzgussverfahren eingeführt

Während draußen riesige Baumaschinen die neue Fertigungshalle auf dem Betriebsgelände von Rohde & Schwarz in Teisnach fertigstellen, wird drinnen eifrig an Zukunftsprojekten gearbeitet. In der Präzisionsfertigung werden reihenweise Teile hergestellt: kleiner wie ein Streichholzkopf, mit Toleranzen im Tausendstel-Millimeter-Bereich, aus Metall oder Kunststoff und mit goldiger oder silberner Oberflächenbeschichtung.

„Alleine in diesem Produktionsbereich haben wir in den letzten Jahren fünf Millionen Euro investiert“, weiß Werkleiter Johann Kraus. Die mechanischen Teile für die Hochfrequenztechnik, dem Kerngeschäft von Rohde & Schwarz, fordern ein Höchstmaß an Präzision. Um Toleranzen im Tausendstel-Millimeter-Bereich realisieren zu können, müssen nicht nur die dort eingesetzten 18 Mitarbeiter höchste Sorgfalt walten lassen, sondern auch der Maschinenpark mit Dreh- und Fräszentren, die Klimatisierung des Arbeitsraums und die ausgetüftelte Messtechnik müssen hundertprozentig stimmen.

Ob einrichten oder montieren: In der Mikrofertigung ist Maßhaltigkeit das Nonplusultra.

Die in den Rohde & Schwarz-Geräten integrierten und im Werk Teisnach gefertigten mikromechanischen Präzisionsteile haben einen entscheidenden Einfluss auf die Güte der Hochfrequenzeigenschaften von Koaxialsystemen und Mikrowellenbauteilen. „Die Weiterentwicklung der Technologie soll im Werk Teisnach mit einem zusätzlichen Forschungsprojekt unterstützt werden“, informiert Kraus. Zusammen mit Hochschulen und Wirtschaftspartnern will Rohde & Schwarz dabei Toleranzen von Plus-Minus Zwei-Tausendstel-Millimeter über die gesamte Prozesskette von der Werkstoffqualität durch die Zulieferer über die Mikrozerspanung auf High-End-Bearbeitungszentren, Oberflächenbeschichtung in der Präzisionsgalvanik bis zur Messtechnik unter vollklimatisierten Bedingungen realisieren.

Als Ergänzung zu den gängigen Metallverarbeitungsverfahren spezialisiert sich Rohde & Schwarz zudem auf kunststoffbasierte, hochpräzise Mikrosystemtechnik im Spritzgussverfahren. Dabei werden kleinste mechanische Teile in einem aufwändigen Prozess an einer speziellen Maschine mit Kunststoff wie Peek oder PA66 bearbeitet. Auch hier liegen die Toleranzen im Tausendstel-Millimeter-Bereich. Sind die hochpräzisen Einzelteile dann gefertigt, werden sie in der Mikromontage unter Reinraumbedingungen am Mikroskop-Arbeitsplatz verbaut.

Werkleiter Johann Kraus: „Die ständige technologische Weiterentwicklung ist für unseren Standort und die Firmengruppe Rohde & Schwarz von entscheidender Bedeutung. Dadurch sichern wir Arbeitsplätze und schaffen Zukunftsperspektiven.“

Neben den hohen Ausgaben für die Betriebsausstattung ist auch der Neubau einer weiteren Fertigungshalle mit einem Investitionsvolumen von über zehn Millionen Euro ein deutlicher Beleg dafür, dass Rohde & Schwarz mit Stammsitz in München auf seinen Standort im Bayerischen Wald setzt. „Die Bauarbeiten sind voll im Zeitplan“, informiert Planer Siegbert Schanderl (Teisnach). Das Gebäude ist inzwischen winterfest geschlossen. Mitte nächsten Jahres wird mit allen Mitarbeitern Einweihung gefeiert und die Bevölkerung dann zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen.

Die Programmierung will gelernt sein: Bernhard Weber an der neuen Mikrospritzgussmaschine.

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